Die besten Tipps für nachhaltiges Bauen

Die besten Tipps für nachhaltiges Bauen


Mehr als 50 Jahre nach dem epochalen Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Clubs of Rome werden die in der Studie als notwendig erachteten Maßnahmen zur Bewahrung der Ressourcen immer entschlossener umgesetzt. Sicherlich trug dazu die Klimakrise bei, denn die Folgen der durch den anthropogenen Treibhauseffekt verursachten globalen Erwärmung konnten vom Expertenteam noch nicht vollständig verstanden werden und wurden eher als Randphänomen im Bericht behandelt.

Revolutionär sind in der EU beispielsweise das Aus für den Verbrennungsmotor ab 2035 und das Vorhaben, bis 2050 klimaneutral zu werden. Der Druck zur Energieeffizienz betrifft alle Akteure von der Wirtschaft über die Politik bis zur Privatperson. Deshalb ist es kein Wunder, dass das Thema Nachhaltigkeit beim Bau von Gebäuden ebenfalls oberste Priorität hat. Unabhängig von der Frage, in welchem Maße die aktuelle Baukrise ihre Ursache im neuen Bürokratiewust hat, der sich mit dem ohnehin schon üppigen alten bürokratischen Regelungen verbindet, geben wir Tipps zum nachhaltigen Bauen.

Das Füllhorn an Fördergeldern

Nachhaltiges Bauen ist mit vielen Vorgaben, aber auch zahlreichen Fördergeldern verbunden. Für den Immobilienkredit können Bauherren mit großzügigen Zuschüssen rechnen. Wir empfehlen deshalb dringend, die Fördergelder bei der Suche nach einem Finanzier zu berücksichtigen. Mit einem Baudarlehen von Baufi24 profitieren Gentlemen zudem von den Vorzügen eines Anbietervergleichs, der die attraktivsten Angebote nach den vorgegebenen Einstellungen zuverlässig herausfiltert.

Die Art der Heizung

Nach Angaben des Umweltbundesamtes entfallen durchschnittlich 73 Prozent der im Gebäude genutzten Energie auf die Heizung. Entsprechend groß ist die Bedeutung einer umweltfreundlichen Heizanlage für das Haus. Dies gilt vor allem nach dem neu verabschiedeten Gebäudeenergiegesetz, nach dem jede Heizung ihre Energie bei Übergangsfristen zwischen 5 und 13 Jahren mindestens zu 65 Prozent aus regenerativen Quellen beziehen muss. Infrage kommen zu diesem Zweck Wärmepumpen, Pelletöfen und Solarheizungen.

Nachhaltigkeit bei den Baumaterialien

Nachhaltige Baumaterialien zeichnen sich neben einer Langlebigkeit dadurch aus, nach der Nutzung biologisch abbaubar zu sein. Weiterhin ist ihre Herstellung mit wenig Energieaufwand möglich. Ebenfalls nachhaltig ist es, wenn die Materialien auf natürliche Weise nachwachsen können. Holz gilt als ein solches umweltfreundliches Material, dessen ökologische Wirkung sich im Falle von regionalen Produkten ohne lange Transportwege weiter steigern lässt. Im Idealfall ist das Holz vom Hersteller mit entsprechenden Gütesiegeln wie Der Blaue Engel, Natureplus, ÖkoPlus, BioBau und DGNB zertifiziert.

Neben Holz gehören Lehm, Kork, Naturstein, Reet, Kies, Jute, Kreidefarbe, Naturlacke und Kalkplatten zu den nachhaltigen Baustoffen. Bei den Wärmedämmstoffen können Zellulose, Baumwolle, Schafwolle, Flachs, Hanf, Jute, Schilf, Stroh, Blähton, Perlite, Kokosfasern, Mineraldämmplatten, Zellstoffverbundelemente, Wiesengras, Schilfgras und Napiergras gewählt werden. Sie alle zeichnen sich durch einen guten Dämmwert (achten Sie auf den Rd-Wert!) und eine ausgezeichnete Ökobilanz aus.

Wärmedämmung hat viele Gesichter

Ein weiterer Grundsatz beim nachhaltigen Bauen ist die Wärmedämmung. Sämtliche Methoden zur Wärmedämmung sind dem Ziel verpflichtet, die benötigte Heizenergie so lange wie möglich im Gebäude zu speichern, was den Energiebedarf deutlich nach unten schraubt. Bei der Wärmedämmung unterscheiden wir zwischen Dach-, Fassaden- und Kellerdämmung. Die Dachdämmung lässt sich als Aufsparren-, Zwischensparren- und Untersparrendämmung durchführen. Bei der Aufsparrendämmung werden die Dämmstoffe von außen angebracht.

Sie ist zwar die effizienteste Methode, allerdings derart arbeitsintensiv und umfassend, dass sie sich lediglich bei Neubauten oder Komplettsanierungen lohnt. Viel weniger Aufwand erfordert die Zwischensparrendämmung, weil es hier genügt, die Dämmstoffe zwischen den Sparren anzubringen, was von innen geschieht. Sie ist eine kostengünstige Lösung und am besten für Bestandsbauten geeignet. Um die Energieeffizienz zu erhöhen, lässt sie sich gut mit der Untersparrendämmung kombinieren, bei der die Dämmstoffe unterhalb der Dachsparren angebracht werden.

Verdichtung der Fenster

Fenster sind der Flaschenhals der Wärmedämmung, denn sind die Fenster undicht, bringt die ganze Wärmedämmung nichts. Um die Fenster optimal zu verdichten, empfehlen sich dreifach verglaste Fenster mit einem niedrigen U-Wert. Rollläden weisen bei Fenstern oft eine hohe Energiedurchlässigkeit auf. Einhalt gebieten Eigentümer diesem Problem mit Rollladendämmmatten, mit denen sich der durchlässige Rollladenkasten verdichten lässt. Ebenfalls verdichtet gehören Fensterrahmen, Laibungen und Abstandhalter.

Nutzung natürlicher Energie

Natürliche Energiequellen können auf vielfältige Weise genutzt werden. Einfach, aber effektiv sind schon ausladende Fenster an der Sonnenseite. Mit einer PV-Anlage werden Eigentümer selbst zu Energieerzeugern und mit einer Regentonne oder Zisterne können sie das Regenwasser nutzen und die öffentlichen Wasserressourcen schonen. Eine natürliche Begrünung des Dachs und der Garage ist nicht nur schön und bietet der Flora und Fauna neuen Lebensraum. Sie trägt auch dazu bei, die Maßnahmen zur Wärmedämmung zu unterstützen.

Bildquelle: Roman Synkevich auf Unsplash.com



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